Arbeiten auf einer Bohrinsel Teil 2- Klartext reden

Arbeiten auf einer Bohrinsel Teil 2- Klartext reden

Dezember 20, 2019

In Teil 1 des Artikels bin ich auf die Vorteile der Arbeit auf einer Bohrinsel eingegangen. Zu den Vorzügen gehören ganz klar: Gute Bezahlung, vorzügliches Essen und Urlaub am Stück.

Natürlich herrscht nicht nur eitel Sonnenschein auf einer Öl-oder Gasplattform. Zeit, Klartext zu reden.

Absolute Don’ts auf der Bohrinsel

Neben der Freizügigkeit gibt es auf der Bohrinsel aus Sicherheitsgründen auch Verbote, die ausnahmslos für alle gelten. So sind Alkohol- und Drogenkonsum strengstens untersagt. Wilde Partynächte und Kater am frühen Morgen? No way. Sämtliche Feiergelüste müssen auf die Urlaubszeit verschoben werden. Auf einer Bohrinsel ist man zum Arbeiten, nicht zum Feiern.

Was ist mit Kettenrauchern? Rauchen ist aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen nur in bestimmten Zonen erlaubt. Mal im Ernst, man möchte schließlich nicht für die Explosion einer Bohrinsel verantwortlich sein, weil man genüsslich eine Zigarette im verbotenen Bereich geraucht hat, oder?

Na eben.

Nachteile des Lebens auf der Bohrinsel

Privatsphäre? Wer darauf nicht verzichten kann, sollte lieber nicht Offshore arbeiten. Das Leben auf der Bohrinsel ist sehr beengt. Man teilt sich das Zimmer mit einem Fremden, der möglicherweise andere Ruhe- bzw. Schlafzeiten hat als man selbst oder womöglich im allerschlechtesten Fall so laut schnarcht, dass ein ganzer Wald abgesägt wird. Hier kann man nur zu Ohrstöpseln raten.

Wie auch im normalen Alltag, mag man manche Menschen mehr, andere weniger. Wenn man sich mit jemandem weniger gut versteht, gibt es auf der Öl- oder Gasplattform weniger Möglichkeiten, der Person aus dem Weg zu gehen. Früher oder später wird man sich notgedrungen über den Weg laufen, sei es in der Kantine oder auf dem Weg zum Arbeitsbereich. Augen zu und durch? Aufgrund der beengten Situation ist natürlich auch das Konfliktpotenzial größer. Für sensible Menschen ist es schwieriger, den privaten Freiraum aufrecht zu erhalten. Die Grenzen der Privatsphäre verschwimmen. Sich mit einem Arbeitskollegen das Zimmer zu teilen ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Liebeschaos auf der Bohrinsel?

Da seit einigen Jahren Frauen in MINT-Berufen immer stärker auf dem Vormarsch sind, sind immer mehr Frauen auf der Bohrinsel zu finden. Was, wenn einen mehr verbindet als eine rein kollegiale Beziehung? Und vor allem: Wie geht man sich aus dem Weg, wenn die Liebe des Lebens sich als Farce entpuppt hat?

Wie auch in anderen früher von Männern dominierten Arbeitsbereichen wie zB. in der Bundeswehr, ist dies eine Situation, die durchaus passieren kann. Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2018 denken 26,3 % der befragten Österreicher, dass man am Arbeitsplatz einen potenziellen Partner kennenlernen kann, vor allem, wenn man bereits über 30 Jahre alt ist (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/865719/umfrage/umfrage-zum-thema-liebe-am-arbeitsplatz-in-oesterreich/) .

Doch auch der umgekehrte Fall kann eintreten: Leidet die Liebe unter einer Fernbeziehung? Laut einer Umfrage des Unternehmens Parship aus dem Jahr 2014 ist die wichtigste Voraussetzung für eine dauerhafte Liebesbeziehung die Eigenschaft, dass man immer mit dem Partner reden kann (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/318856/umfrage/umfrage-zu-den-wichtigsten-voraussetzungen-damit-eine-liebesbeziehung-haelt/). Dank moderner Kommunikationstechnologien wie WhatsApp oder Skype ist es auch an den abgelegensten Plätzen möglich, mit seinen Liebsten zu kommunizieren. Auf Platz 2 folgt: „Dass man sich genügend Freiräume lässt“. Kilometerweit entfernt sollte genug Freiraum für die Selbstentfaltung vorhanden sein. Die Bohrinsel wird also nicht zum Beziehungskiller.

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