Verlaufen Ihre wertvollen Daten im Sande?

Verlaufen Ihre wertvollen Daten im Sande?

Juli 20, 2020

Der Drahtlosadapter verhilft zu neuen Erkenntnissen

Menschen sind intelligente und soziale Lebewesen. Wir teilen unser Wissen gerne mit Freunden und Kollegen. Oftmals befinden wir uns jedoch in Situationen, in denen wir wertvolle Beiträge leisten müssen oder wollen, aber nicht in der Lage sind, unser Wissen oder unsere Ideen mittels Kommunikation zu vermitteln. Zum Beispiel: Wie oft wussten Sie an einem Quiz- oder Scharadeabend die Antwort, waren aber nicht in der Lage, sie zu kommunizieren? Ihnen fehlten buchstäblich die Worte, den Gedanken zu formulieren.

Schauen wir uns die Instrumentierung in industriellen Anlagen an. Die Mehrheit hat genau dasselbe Problem mit wertvollen Daten! Wie kommt das? Moderne Instrumente sind intelligente Geräte, die in der Lage sind, mehrere Messungen gleichzeitig durchzuführen. Sie verfügen über eine Vielzahl von On-Board-Diagnosefunktionen. Nehmen wir als Beispiel Ihren Coriolis-Durchflussmesser. Er kann gleichzeitig Massendurchfluss, Volumendurchfluss, Dichte, Temperatur und Durchflusssummen messen.

Die in Ihrem Prozess verwendeten Instrumente sind zwar intelligent und verfügen über all diese Daten, aber leider können die meisten von ihnen diese Daten nicht an die übergeordneten Systeme senden. Ihre wertvollen Daten verlaufen im Sande.

HART-Geräte und wertvolle Daten

Die HART Communication-Stiftung schätzt, dass derzeit etwa 30 Millionen HART-Geräte in Betrieb sind. Leider schätzt sie auch, dass bei 85% dieser Geräte (ca. 26 Millionen Geräte) die Daten gestrandet sind. Hier haben wir das Dilemma: Ihre Prozessinstrumentierung, wie Drucktransmitter, Durchflussmesser und Analysegeräte, haben wertvolles Wissen über Ihren Prozess- aber Sie können diese wertvollen Daten nicht übermittelt bekommen.

Der Hauptgrund dafür, dass wir diese zusätzlichen Prozessinformationen nicht erhalten können, sind veraltete Kontrollsysteme. Diese sind technisch nicht in der Lage, die wertvollen Daten der HART-Geräte zu verarbeiten.

Wie integrieren Sie die gestrandeten Daten?

Wie können wir diese Hürden überwinden? Grundsätzlich existieren zwei Lösungen. Die erste Lösung besteht darin, Ihr altes Steuerungssystem durch ein neues, HART-fähiges System zu ersetzen. Leider ist diese Lösung für die meisten untragbar kostspielig und zudem ein sehr langfristiger Ansatz. Die Implementierung erfordert neue Hardware, neues Engineering und Projektmanagement. Es ist eine erhebliche Investition in die Anlage erforderlich, was bei einer älteren Anlage oft schwer zu rechtfertigen ist.

Nun mag mancher sich fragen: Welche Vorteile ergeben sich überhaupt aus der Verwertung der gestrandeten Daten? Der Zugriff auf die gestrandeten Daten kann sich schon heute positiv auf Ihren Anlagenbetrieb auswirken. Mögliche Virteile können zu einem verbesserten Betrieb, einer höheren Qualität und geringeren Umweltauswirkungen führen. Jedoch ist Zeit ein kritischer Faktor. Sie müssen diese Ergebnisse JETZT erzielen, nicht irgendwann.  Daher ist eine Lösung, die sowohl schnell als auch kosteneffektiv implementiert werden kann und eine schnelle Kapitalrendite aufweist, von entscheidender Bedeutung. An dieser Stelle kommt eine drahtlose Instrumentierungslösung ins Spiel, unsere Lösung Nr.2.

Durch den Einsatz eines drahtlosen Adapters können Sie sich in den Instrumentierungskreislauf einschalten und die HART-Daten extrahieren. Wenn Sie einen Drahtlosadapter verwenden, der eine eigene lokale Stromversorgung über interne Batterien enthält, geht die Implementierung schnell und die Kosten sind minimal. Es sind nur minimale Änderungen an der Verkabelung erforderlich, und es gibt keine zusätzliche Belastung für vorhandene und oft alte Stromversorgungen. Mit einem geringen Aufwand können Sie viel bewirken!

Einen Drahtlosadapter verwenden

Drahtlosadapter

Multiprotokollmodul FN310

Der Drahtlosadapter kann die HART-Parameter aus dem angeschlossenen Gerät auslesen und sie über ein vollständig sicheres, robustes und geschütztes ISA100.11a-Funksignal übertragen. Auf der oberen Systemebene benötigen Sie lediglich einen installierten drahtlosen Backbone (Gateway & Zugangspunkt) und ein Ethernet-Eingangsmodul. Die Daten werden vom Feld über Modbus/TCP geliefert, so dass diese direkt in Ihr System übernommen werden können.

Die drahtlose Lösung ist außerdem in hohem Maße erweiterbar, d.h. Sie können je nach Bedarf weitere Geräte hinzufügen. Sie können mit einem sehr kleinen und einfachen System beginnen und es erweitern, wenn Ihre Anforderungen mit der Zeit steigen. Es sind Drahtlossysteme erhältlich, die bis zu 500 Drahtlosadapter in einem einzigen Netzwerk verarbeiten können, so dass eine Abdeckung Ihrer gesamten Anlage möglich ist.

Durch den Einsatz einer Wireless-Lösung sind Sie in der Lage, die gestrandeten Daten aus Ihrer bestehenden Prozessinstrumentierung zu übermitteln. Jetzt können Sie das gesamte Wissen aus Ihrer Anlage erfassen und Sie tappen nicht mehr im Dunkeln.

Wenn Sie mehr über den Einsatz von Wireless-Geräten erfahren möchten, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an uns oder kontaktieren Sie Ihren Yokogawa-Ansprechpartner vor Ort.


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