„Predictive Maintenance mit smarten Sensoren“

„Predictive Maintenance mit smarten Sensoren“

September 7, 2020

Ungewöhnliche, neue Zeiten erfordern neue Arbeitsweisen. Auch in der Prozessindustrie finden derzeit viele Veränderungen statt. Fernkommunikation ist heute wichtiger denn je. Das industrielle Internet der Dinge (Industrial Internet of Things, IIoT) ermöglicht es Maschinen, Robotern und intelligenten Sensoren, drahtlos miteinander zu kommunizieren. Die erzeugten Daten verbessern Wartungsprozesse und steigern die Effizienz von Anlagen. Im Jahr 2019 brachte Yokogawa den ersten intelligenten Sensor in Europa auf den Markt – den Sushi Sensor. Kürzlich wurden zwei neue Varianten hinzugefügt – ein drahtloser Temperatursensor und ein drahtloser Drucksensor, die die Online-Erfassung von Temperatur- und Druckdaten vereinfachen. Intelligente Sensoren sammeln nützliche Daten während der Anlageprozesse. Aber wie tragen sie zur Predictive Maintenance bei? Im heutigen Interview darf ich Bart van Haagen, einen Spezialisten auf dem Gebiet der Feldinstrumentierung und der intelligenten Sensoren, begrüßen.

Langjährige Erfahrung im Bereich der smarten Sensoren

Unser Experte Bart van Haagen, Business Unit Marketing Manager bei Yokogawa Europe, ist bereits seit 34 Jahren für Yokogawa tätig. Er arbeitet in der Hauptgeschäftsstelle von Yokogawa Europe in Amersfoort (Niederlande). Mit einem Hintergrund in der Prozesssteuerung, wie z.B. Controller und DCS-Systeme, arbeitete Bart van Haagen früher hauptsächlich mit kleineren Systemen wie STARDOM. Später wechselte er in die Abteilung Process Control Instruments (PCI), wo er über 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Feldinstrumentierung, einschließlich intelligenter Sensoren, gesammelt hat.

Konservative Industrie

Bart van Haagen schloss sein Studium an der TU Delft in den 1990er Jahren ab. Schon damals sagte er voraus, dass sich in der Branche große Veränderungen vollziehen werden.

„Damals entstanden neue Ideen, aber die Branche war noch recht konservativ. Allmählich sehen wir, wie diese Ideen jetzt in der Industrie angepasst werden – 30 Jahre später!“

Bart erkennt viele Konzepte aus der Vergangenheit wieder, wie z.B. den Begriff „intelligenter Sensor“, der tatsächlich vor Jahren aufkam.

„Als ich zu Yokogawa kam, sprachen wir bereits über einen intelligenten Sensor. Die Intelligenz  verläuft in der industriellen Automatisierungspyramide von oben nach unten. In der Vergangenheit galten Sensoren nicht als ‚intelligent‘ – sie hatten nur ein Signal, so dass der ‚intelligente‘ Teil sich meist im DCS-System befand. Damals hatten die Kunden keine Ahnung, was sie mit all den Daten anfangen sollten“.

Ermöglichung der Predictive Maintenance mit intelligenten Sensoren

Predictive Maintenance Sushi Sensoren

Die verschiedenen Sushi Sensoren von Yokogawa

Intelligente Sensoren spielen eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Wartung. Predictive Maintenance verbessert die Betriebszeit. Ausfallzeiten aufgrund von unnötiger Wartung oder Defekten werden reduziert, während die erforderlichen Wartungsarbeiten im Voraus geplant werden können. Bart arbeitet gerne mit neuen, herausfordernden Konzepten. Genau dies ist der Fall beim neuen Yokogawa IIoT-Sensor – Sushi Sensor -, der 2019 offiziell in Europa eingeführt wurde. Es handelt sich dabei um ein kleines, kompaktes, drahtloses Gerät, das mit Scan- und Kommunikationsfunktionen ausgestattet ist und speziell entwickelt wurde, um Vibrationen, Oberflächentemperaturen und Druckdaten von Anlagen zu erfassen.

Der Sensor wird hauptsächlich für die vorbeugende Wartung von Anlagen wie Pumpen und Motoren eingesetzt. Durch die kontinuierliche Datenerfassung können die Bediener Anomalien frühzeitig erkennen. Der Sensor ist „intelligent“, da er für industrielle IoT (IIoT)-Anwendungen optimiert ist . Dieser Sensor funktioniert in einer drahtlosen Infrastruktur. Er erzeugt Daten aus einer anderen Welt, der OT-Welt, und ist daher für das Wartungspersonal von Anlagen geeignet, für das es derzeit kaum Lösungen gibt. In der Welt der Anlagenwartung gibt es eine starke Nachfrage nach Lösungen für Predictive Maintenance. Bart erzählt, dass mehrere Kunden interessiert sind und den Sushi Sensor sofort einsetzen wollen.

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Keine Black Box bei der Predictive Maintenance

Obwohl es nach der ersten Einführung des Sushi Sensors im Jahr 2019 eine starke Nachfrage nach intelligenten Sensoren gab, bemerkt Bart, dass es auch Organisationen gibt, die die Notwendigkeit der Wartung nicht verstehen. Er erklärt:

„Es gibt immer noch Gedanken wie ‚Es kostet viel‘, ‚Ist Wartung wirklich notwendig?‘ ‚Können wir sie verschieben?` Aber dann bricht etwas zusammen und verursacht ein riesiges Problem, das mit einem hohen Preis verbunden ist.“

Manche Firmen nehmen sogar alle paar Jahre alles auseinander, um etwas zu reparieren, während sich später herausstellt, dass es gar nicht nötig war. Viele Wartungstechniker freuen sich über die Idee eines intelligenten Sensors – sie können dem Management zeigen, dass Kosten gespart werden können, solange es sich um Predictive Maintenance handelt.

Es gibt immer ein erstes Mal

Das industrielle Internet der Dinge (Internet of Things, IIoT) ist zu einem Schlagwort innerhalb der Branche geworden. Viele Organisationen machen sich die digitale Transformation zu eigen, aber es gibt auch Unternehmen, die noch zögern, das IIoT-Konzept zu übernehmen, vor allem aufgrund der falschen Vorstellung, dass große Investitionen getätigt werden müssen und radikale Veränderungen erforderlich sind. Bart berichtet, dass einige Kunden noch immer nicht ganz zufrieden mit der Datenverarbeitung in der Cloud sind:

„Einige Kunden haben immer noch Angst vor der Cloud, während sie nicht einmal merken, dass sie bereits in der Cloud arbeiten.“

Bart hofft, dass sich dies ändern wird.

„Für viele Unternehmen ist es neu, aber es gibt bei allem ein erstes Mal: Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vorteile“.

Er weist darauf hin, dass auch das Management die Bedeutung von Industrie 4.0 verstehen sollte und dass sich die Anlagenmanager bewusst sein sollten, dass man mit den gesammelten Daten viel mehr tun kann.

Der nächste große Trend in der Prozessindustrie

Wie sieht es mit der Zukunft der Branche aus? Bart denkt an eine Sache: die Verwendung von Daten. Die Industrie muss lernen, wie sie die Daten gut nutzen kann, dieses Wissen sollte gut genutzt werden.

„Viele Leute wie ich gehen bald in den Ruhestand. Wenn man das Wissen nicht bewahrt, wird es irgendwann verloren gehen“.

Mehr Informationen gewünscht?

Das IIoT verändert das Geschäft und weist einen steigenden Trend auf, insbesondere in den derzeit unsicheren Zeiten. Aktivitäten, die früher „nur vor Ort“ möglich waren, werden jetzt aus der Ferne überwacht. Die Konvergenz von Informationstechnologie und Betriebstechnik (ITxOT) spielt bei diesem Wandel eine wichtige Rolle. Das bedeutet auch, dass wir uns an neue Technologien anpassen müssen. Haben Sie Fragen zum Sushi Sensor? Kontaktieren Sie uns!


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